Seit 40 Jahren beschäftigt sich der Darmstädter Dokumentarfilmregisseur Wolfgang Richter mit der jüngsten deutschen Geschichte. In seinem letzten Kinofilm „Wenn Ärzte töten – Über Wahn und Ethik in der Medizin“ (2009) hat er zusammen mit Hannes Karnick in einem mutigen Interviewfilm den amerikanischen Autor und Psychiater Robert Jay Lifton besucht. Lifton berichtet in diesem Film über seine Begegnungen mit Ärzten, die in Vernichtungslagern Häftlinge getötet haben. Nach der Filmpremiere in New York fragten ihn amerikanische Produzenten, ob Richter sich an einem neuen Film über den Holocaust beteiligen würde. Aus seiner bisherigen Erfahrung war für ihn klar, dass ein herkömmlicher Dokumentarfilm mit Filmausschnitten und kaum noch vorhandenen und nur beschwerlich vor der Kamera zu befragenden Opfern keine erfolgversprechende Herangehensweise sein konnte, um dem Thema gerecht zu werden. Im Unterschied zu seinen früheren Filmen wollte er sich auf die Rolle des Produzenten beschränken und das Projekt mit einem engagierten Spielfilm-Regisseur angehen, der in der Lage ist, mit einer anderen Filmsprache zu erzählen.

Im Frühjahr 2012 nimmt er Kontakt mit dem österReichischen Regisseur Stefan Ruzowitzky auf, der sich seit der Arbeit an seinem Oscar®-prämierten Spielfilm „Die Fälscher“ intensiv mit der Tätergeneration beschäftigt hat. Nach einer kurzen Bedenkzeit entwickelt Ruzowitzky die ersten Ideen, ausgehend von einer sozialpsychologischen Fragestellung: wie werden aus ganz normalen Männern Massenmörder?

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